Kaminholz richtig lagern
Tipps & Tricks
Vielleicht besitzt dein Gartenhaus auch ein Schleppdach oder du könntest deine Holzscheite in Form einer runden Holzmiete lagern.
In jedem Fall sollte der Aufbewahrungsbereich für das Kaminholz so groß sein, dass dort ein Holzvorrat für ein bis zwei Jahre Platz findet. Nur dann hast du immer optimal getrocknetes Stückholz vorrätig.
Damit das Kaminholz keine Feuchtigkeit von unten zieht, bedarf es in jedem Fall einer Basis aus Kanthölzern, Paletten oder Steinen.
Schutz vor Regen bietet am besten eine Überdachung. Deckst du den Holzstapel mit einer luftundurchlässigen Plastikplane ab, kann sich stauende Feuchtigkeit rasch zu Schimmelbildung führen. Aus demselben Grund empfiehlt sich eine Lagerung im Keller ausschließlich für stark vorgetrocknetes Stückholz: Auch in geschlossenen Räumen ist eine ausreichende Luftzirkulation oft nicht gegeben und Schimmel lässt das Kaminholz rasch faulen.
Warum muss Brennholz lagern?
Der Heizwert von Brennholz hängt zum einen von der Holzart und zum anderen vom jeweiligen Trocknungsgrad ab. Frisch geschlagenes und gespaltenes Brennholz brennt sehr schlecht. Aufgrund seiner hohen Feuchtigkeit fängt es nicht richtig Feuer, sondern glimmt nur vor sich hin und entwickelt dabei viel Rauch. Das Verbrennen von feuchtem Holz erzeugt nicht nur kaum Wärme, sondern schädigt außerdem Umwelt und Gesundheit.
Durch die richtige Lagerung von Brennholz sinkt der Wasseranteil im Holz von anfangs etwa 60 Prozent innerhalb von zwei bis drei Jahren auf unter 20 Prozent. Während dieser Zeit gibt ein Kubikmeter Holz bei optimalen Lagerbedingungen bis zu 250 Liter Wasser ab. Dann hat das Holz seinen idealen Brennwert erreicht.
Eine deutlich längere Lagerung ist allerdings nicht zu empfehlen. Nach etwa vier Jahren beginnen biologische Abbauprozesse und die gasreichen Anteile des Holzes, die den höchsten Brennwert besitzen, verflüchtigen sich nach und nach. In der Folge vermindert sich der Heizwert von Jahr zu Jahr deutlich.
Wann ist das Holz gut getrocknet?
Wird das Brennholz an einem günstigen Ort gelagert, kannst du nach zwei bis drei Jahren ziemlich zuverlässig davon ausgehen, dass der optimale Brennwert erreicht ist. Gewissheit erhältst du durch die Verwendung eines Feuchtemessgeräts. Dieses gibt es im Baumarkt schon ab etwa 15€.
An der Kopfseite des Geräts befinden sich zwei Metallstifte. Diese werden auf das Holz aufgesetzt oder etwa zwei Millimeter hineingesteckt. Der Feuchtewert wird dann durch den elektrischen Widerstand zwischen den beiden Elektroden gemessen und als Prozentzahl leicht verständlich auf dem Display angezeigt.
Aber bitte spalte/schneide das Holz vorher einmal auf und Messe im Kern. Da Holz ein Natur Produkt ist „arbeitet“ es. Das heißt, es zieht Feuchtigkeit bzw. gibt sie ab.
Die Holzfeuchte sollte zwischen 8% und 18% liegen.
Wo am besten Brennholz lagern?
Grundsätzlich erfüllt der optimale Lagerplatz für Brennholz diese drei Voraussetzungen:
- Er ist trocken und im Idealfall sonnig.
- Er bietet Schutz vor Witterungseinflüssen.
- Er ist gut belüftet.
Ein guter Platz, um Brennholz im Garten zu lagern, ist direkt am Haus. Als ideal empfiehlt sich eine nach Süden ausgerichtete Hauswand unter einem großzügigen Dachüberstand. Für eine optimale Luftzirkulation stapelst du das Holz mit fünf bis zehn Zentimetern Abstand zur Hauswand.
Während des Trocknungsprozesses gut aufgehoben ist Brennholz beispielsweise auch unter dem Schleppdach eines Gartenhauses. Eine traditionelle Art, im Garten Brennholz zu lagern, ist eine sogenannte „Holzmiete“. Dabei werden die Holzscheite in einer freien Konstruktion zu einem Zylinder aufgeschichtet, der sich nach oben hin verjüngt.
Um in jeder Heizperiode ausreichend trockenes Holz zur Verfügung zu haben, solltest du beständig Holz für ein bis zwei Jahre einlagern und dabei unbedingt diese Tipps berücksichtigen:
- Unabhängig von der Lagervariante benötigst du eine Basis aus Kanthölzern, Europaletten oder Steinen: So verhinderst du, dass das Holz vom Boden her Feuchtigkeit zieht.
- Die Überdachung, die das Brennholz vor der Witterung schützt, muss luftdurchlässig sein. Unter einer Plastikplane o. ä. kann die Feuchtigkeit nicht entweichen und das Risiko für Schimmelbildung ist groß. Verwende stattdessen besser ein Wellblech.
- Im Schuppen oder in der Garage solltest du Brennholz lagern, das schon einige Zeit vorgetrocknet wurde. In geschlossenen Räumen ist die Luftzirkulation sehr gering und es kommt ebenfalls häufig zur Schimmelbildung und Fäulnis. Dadurch sinkt nicht nur der Heizwert des Holzes, sondern es können auch nachhaltige Schäden an der Bausubstanz entstehen.